Kommentare von namhaften Reiterpersönlichkeiten über meine Arbeit

Marc de Broissia (französischer Reitmeister):

„Ein guter Ehrgeiz, eine bestimmte Neugier und Offenheit für Neues, einen Durst nach mehr bis ins Detail, ein unermüdlicher Fleiß gepaart mit der permanenten Sorge dem Pferd gerecht zu sein; das alles hat Sonja Weber zu dem geführt, was sie auch mit gutem Gewissen weiter vermitteln kann. Eine gründliche, anspruchsvolle, feine und fundierte Reiterei.“

Manuel Jorge de Oliveira
(portugiesischer Reitmeister und Stierkämpfer):

« Zeig mir Dein Pferd und ich werde Dir sagen welche Art von Person und Reiter Du bist. Sonja zeigte mir ihr Pferd, ich ritt es und das Gefühl, das ich hatte, war das bestmögliche. Das meint, dass sie auf einem sehr guten Weg ist, Herzlichen Glückwunsch.“

Nuno Andrade (aus der Schule von Luis Valenca Portugal):

2006 Anlässlich eines Lehrganges in Deutschland: „Ihr Lusitano-Hengst ist phänomenal! Was wollen sie noch? Warum sind Sie hier? Sie sollten ihn der Öffentlichkeit vorstellen – das wäre echte Lusitano-Promotion! Sie haben die ideale Verbindung der Französischen und der Portugiesischen Reiterei gefunden!“

Kurt Albrecht (ehemals Leiter der Wiener Hofreitschule) bei einem Kurs 2000:

„Haben sie dieses Pferd wirklich selbst ausgebildet? Es ist sehr korrekt und leicht geritten! Als Wienerin sollten Sie mich bei Ihrem nächsten Aufenthalt in Wien besuchen“

Christine Stückelberger (eine der erfolgreichsten Dressurreiterinnen der Schweiz, die auch bei Fredy Knie Sen trainierte und sich immer für das Wohl der Pferde einsetzte):

Nach einem Turnier für iberische Pferde in München Riem 2001 auf dem Frau Stückelberger als Richterin tätig war, kam sie auf mich zu und sagte: „Das haben sie wirklich geschickt gemacht mit diesem hitzigen Pferd! Kommen Sie doch mal bei mir vorbei, ich habe auch ein paar solch nervöse Pferde. Ihr Pferd ist gut ausgebildet. Arbeiten sie an den Pirouetten und vertiefen sie die ganze Arbeit.“

Horst Becker (Ausbilder und Veranstalter):

Anlässlich des Barockpferde-Turniers 2006 in Ehrtstädt sagte Horst Becker, der das Turnier kommentierte, nach meiner Teilnahme an der schwersten Kür: „Das war eindeutig der leichteste und harmonischste Ritt des ganzen Wochenendes! Sie haben insbesondere in der Versammlung ein ideales Gleichgewicht erreicht, welches ein besonders langes Zügelmaß erlaubt. Sie haben Ihr Pferd wirklich in Freiheit tanzen lassen und sollten es öfter auf Turnieren zeigen!“  

Prof. Klaus Zeeb (Der bekannte Pferdeverhaltensforscher, der sich stark für artgemäße Haltung und Ausbildung einsetzte und Jahrzehnte mit Zirkus Knie zusammenarbeitete):

Professor Zeeb vermittelte mich 1997 für einen Winter nach Rapperswil zu Fredy Knie Senior in das Winterquartier von Zirkus Knie. Nach diesem Aufenthalt bot Fredy Knie mir den Aufenthalt dort für einen Monat mit meinem Pferd an. Leider konnte ich dieses Angebot nicht wahrnehmen.

Nach einem Gespräch mit Prof. Zeeb über die Eindrücke bei Knie sagte Prof. Zeeb: „Sie sind genau die Richtige für eine Doktorarbeit mit dem Titel: Das Ausdrucksverhalten des Pferdes während des Reittrainings. Sie haben die richtige Beobachtungsgabe für den Ausdruck der Pferde in Bezug auf ihre Befindlichkeit. Sie können erkennen, was ihre Mimik und Gestik zu bedeuten hat und haben reiterliche Kenntnisse obendrein.“

Diese Arbeit sollte von der FN finanziert werden. Doch für mich stand der erste Aufenthalt bei Marc de Broissia ins Haus. Anmerkung zu meinem damaligen Entschluss: Ich wollte erst einmal meine reiterlichen Kenntnisse vertiefen, bevor ich als Wissenschaftler auf die Ausbilder losgelassen werde.

„Das ist sehr löblich, dass sie so genaue Vorstellungen von den Dingen haben, aber Sie werden sehen, wenn sie erst einmal in der Praxis der Pferdeausbildung stecken, werden sie keinen Raum für die wissenschaftliche Arbeit finden…“ Und genauso war es: Bis heute ist die Doktorarbeit ausgeblieben. Aber wer weiß, was noch kommt.

 

Erfolge

Meine eigene Einstellung zum Turnierreiten: Ich verstehe mich nicht als Turnierreiterin. Ich denke, dass Turniere dem Ausbildungsweg eines Pferdes schaden können. Man muss in der eigenen Persönlichkeit sehr gefestigt sein, um dem Erfolg auf Turnieren nicht zu große Macht zu geben. Es geschieht zu leicht, dass man sich hinreißen lässt, etwas zu zeigen, was die Richter sehen wollen. Oder etwas zu reiten, was in der Ausbildung des Pferdes noch gar nicht an der Reihe ist. Trotzdem bin ich einige Male angetreten, vielleicht um solche Stimmen zu entkräften, die behaupten: „Du stellst Dich ja doch nicht der Konkurrenz“. Oder vielleicht weil ich zeigen wollte, dass man auch auf anderen Wegen erfolgreich reiten kann. Außerdem stellt sich tatsächlich die Frage, ob die Richter kompetent genug sind, um ein Pferd, das in Leichtigkeit ausgebildet wurde, überhaupt beurteilen zu können. Haben sie auch nur die geringste Ahnung, welches Risiko man damit eingeht, ein Pferd in Leichtheit vorzustellen? Dieses Problem haben schon viele namhafte Turnierreiter der Geschichte erwähnt, natürlich nur die Guten, die das Eine vom Anderen unterscheiden können.

Ich stehe dem Turnierreiten skeptisch gegenüber und werde es wahrscheinlich nie zu einem Schwerpunkt meiner Aktivitäten erklären. Dafür müssten sich die Kriterien der Bewertungen und mit ihnen die Richterschaft deutlich verändern! (siehe Literaturempfehlung:  Philippe Karl „Irrwege der modernen Dressur“) 

-  Turnier anlässlich des „Tag des Iberischen Pferdes“ München Riem

1998: Erster Start für Marialva 2.Platz in der Jungpferde Prüfung

2000: Siegerin in der zweitschwersten Prüfung und alleinige Starterin in der schwersten.

- Barockpferde-Turnier in Neu Anspach 2001: 2. Platz in der schwersten Prüfung

- Barockpferde Cup Teil II in Heddesheim 2005: 1. Platz der schwersten Kür

- Barockpferde-Turnier in Ehrstädt 2006: 2. Platz der schwersten Kür

Am meisten freute mich die Bewertung von Arthur Kotthas-Helgenberg (ehemals Leiter der Wiener Hofreitschule), der in Neu Anspach als Richter fungierte. Er gab mir auf die Piaffe die volle Punktzahl von 10 Punkten!

Die Piaffe nimmt eine Sonderposition unter den Lektionen ein. Ist sie korrekt, drückt sie das Gelingen der wichtigsten Kriterien der Ausbildung aus: Entspannung, Impulsion, Gleichgewicht und Symmetrie bei vertrauensvollem Gehorsam.

Presseartikel

Porträt " Balance als Leitmotiv"
in der Zeitschrift Pegasus, Ausgabe Februar 2007