Reiterlicher Werdegang
Ich begann als Kind mit dem Reiten auf Ponys und in meiner Jugend war ich dem Distanzreiten auf Arabern zugetan. Dabei wurde mir klar, dass eine gute Dressurausbildung für jedes Pferd unerlässlich ist. Zu viele körperliche Probleme stellen sich ein (meist bei höherer Belastung der Pferde), wenn keine gute Gymnastizierung das Pferd entspannt, kräftigt, gerade richtet und beweglicher macht. Auch der harmonische Umgang mit dem Pferd bleibt ohne geeignete Dressur meist auf der Strecke.
So begann die Suche nach geeigneten Ausbildungswegen. Einige Aufenthalte in Portugal Anfang der 90er Jahre führten zur Bekanntschaft mit der Franco-Iberischen Schule.
Die Begegnung mit Ausbildern, die sich um die französische Tradition der „Légèreté“ bemühen, wurde zur Offenbarung.
Was erst nur Mittel zum Zweck für das Distanzreiten sein sollte, wurde plötzlich zur Hauptsache. Nachdem ich mein Biologie-Diplom Studium erfolgreich in der Fachrichtung Pferdeverhalten beendet hatte, wurde aus der Dressurausbildung das berufliche Hauptziel.
Ich verbrachte ein Jahr bei dem bekannten französischen Ausbilder Marc de Broissia. Weitere Aufenthalte dort folgten und unendliche Bemühungen um Weiterbildung kennzeichneten die nächsten 10 Jahre. Auch die Bekanntschaft und Freundschaft mit dem portugiesichen Reitmeister, Züchter und Stierkämpfer Manuel Jorge de Oliveira beeinflussten das innere Bild von der Vollendung und Schönheit der klassischen Reitkunst.
Seit dem Jahr 2000 spielt der französische Ausbilder Philippe Karl eine wesentliche Rolle. Ich entschloss mich zur Ausbildung zum Reitlehrer bei ihm in der „École Légèreté“, die im Frühjahr 2007 endete.
Die Verbindung der Wege dieser beiden französischen Ausbilder und damit der Verbindung von französischen und portugiesischen Einflüssen erweist sich als sinnvoll, beide sich einander eine gute Ergänzung.
In den 10 Lehrjahren von 1996 bis 2006 wurde ich von Anna-Kathrin Müller als ständiger Reitlehrerin - aus der alten Schultheiss-Lörke Schule stammend - begleitet. Angeregt durch meine Exkurse erkannte A.-K. Müller den hohen Wert der Franco-Iberischen Einflüsse für eine wirklich pferdegerechte Ausbildung in Leichtigkeit. Sie begann mich zu begleiten und zu unterstützen.
Seit 1998 sammele ich meine Erfahrungen in der Praxis mit der Ausbildung von Reitern und ihren Pferden. Auf diese Weise kommt es erst zu wirklicher Erkenntnis über den einen oder anderen Lehrinhalt von Trainingsmethoden und natürlich zu einer unendlichen Verbesserung von Beobachtung und Gefühl.