Lage und Geschichte der Hasenmühle
Die Hasenmühle bietet mit einer kleinen Reitanlage meinen Aktivitäten einen außergewöhnlich schönen und idyllischen Ort, an dem man sich einer intensiven und konzentrierten Arbeit optimal widmen kann. Historisch bekannt ist die Hasenmühle, da sich auf ihr seinerzeit der bekannte Räuber „Schinderhannes“ nach dem „Postraub zu Würges“ versteckt hielt.
Sie liegt nahe am Limes und direkt an einer historischen Strasse, auf der regelmäßig Pilger und Prozessionen vorbei ziehen. Abgelegen von ausgebauten Straßen ist die Hasenmühle nur auf geschotterten Wegen zu erreichen. Dies reduziert das Verkehrsaufkommen auf ein Minimum. Trotzdem ist sie mit Fahrtzeiten von 30 min nach Frankfurt/Main und 20 min nach Wiesbaden vom Rhein-Main-Gebiet aus, gut zu erreichen.
Das gesamte Anwesen ist vorwiegend mit ausgesuchten oder wieder verwendeten Materialen aus alten Beständen gestaltet.
Die Hasenmühle liegt eingebettet in das Naturschutzgebiet Dattenbachtal.
Das Dattenbachtal wurde vor einigen Jahren zum FFH-Gebiet (Europäische Union zur Erhaltung der wildlebenden Tiere und Pflanzen nach den FFH-Richtlinien) erklärt.
Reithalle
So ist die Reithalle beispielsweise ein Wiederaufbau einer historischen Holzhalle in der so genannten „Zollinger Bauweise“: Dabei handelt es sich um eine Holzkonstruktion von 1920 mit einem Rautenlamellen-Spitzbogen-Gewölbe. Die Halle wurde seinerzeit als Tennishalle gebaut, jedoch seit geraumer Zeit als Reithalle auf einem Hof in Kelkheim verwendet. Da sie einer modernen Reithalle weichen musste, hatten wir das Glück, sie abbauen zu dürfen. In leicht modernisierter Form, mit einem Lichtband im Giebel ausgestattet, steht sie nun seit 2004 auf der Hasenmühle. Sie bietet auch im Sommer ein angenehmes Klima und ist von einem Hochbalkon und von einer Tribüne aus gut einzusehen. Von der Tribüne kann man auch den angrenzenden, mit einer Bande ausgestatteten Reitplatz überblicken.
Pferdestall
Der Pferdestall ist eine geschmackvolle Holzkonstruktion, die die Fachwerkhäuser und die Reithalle stilistisch miteinander verbindet. Er bietet ein optimales Stallklima und genügend Platz für die geräumigen Boxen sowie eine breite Stallgasse.
An jede Box grenzt ein Paddock. Die geschwungenen, halbhohen Gitterfronten verleihen dem Ganzen einen wunderschönen Gesamteindruck und maximalen Überblick für die Pferde.
Auch die Türen und Fenster der Stirnwände sind bogenförmig im Stil an das Raumkonzept angepasst. Zum Teil wurden alte Fensterrahmen verwendet.
Wirtschaftsgebäude
Ein im Fachwerkstil mit Ziegeln ausgemauertes Wirtschaftsgebäude trennt den Stall von den Wohnhäusern, die einen mit einem alten Bachkiesel-Pflaster ausgelegten Hof umgeben. Oberhalb der Gebäude ist ein großzügiger Obstbaumgarten.
Pensionsstall und Reitanlage
Pensionspferdehaltung
Die Pensionspferdehaltung soll genau wie die Nutzung der Pferde die wichtigsten Ansprüche der Pferdenatur berücksichtigen und artgemäß sein:
Grundbedürfnisse wie Licht, Luft, Temperaturunterschiede, Bewegung und Sozialkontakt werden ausreichend gedeckt, damit die Tiere möglichst gesund bleiben und sich wohl fühlen.
Hierzu gehört, dass alle Pferde zusätzlich zu ihren Paddockboxen auf Koppeln oder Winterpaddocks gebracht werden. Wer sein Pferd einsperren möchte, sollte nicht zu uns kommen.
Das Gleiche gilt für Einstaller, die ihre Pferde zugfrei und warm stellen wollen. Nach modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist schlechte Luft sehr schädlich für die Tiere. Für Wind und Zugluft hingegen sind sie unempfindlich.
Konstante Temperatur führt zu Reizarmut und damit zur Verweichlichung der Tiere. Deshalb lassen wir bis auf wenige Ausnahmen (Regen- oder Schneesturm, bei dem der Stallboden nass wird) die Türen der Boxen offen (obwohl sie sich gegenüber liegen). Wenn ein Pferd nass ist, kann es eingedeckt werden und seine eigene Boxentür bis zur Trocknung geschlossen bleiben. Ein Abdecken und wieder Öffnen kann zu normalen Tagesordnungspunkten (z.B. beim nächsten Füttern oder Umstellen) organisiert werden. Bei Pferden, die ständig eingedeckt sind und dann umgedeckt werden müssten, werden wir einen kleinen Aufpreis erheben, da solch zusätzliche Arbeiten stark aufhalten.
Unser Konzept ist durchdacht und versucht die Möglichkeiten und Bedürfnisse aller Beteiligten die der Einstaller, der Pferde wie die des Personals und der Leitung - zu berücksichtigen. Dabei greifen wir auf Fachwissen aus der Pferdehaltung, der Verhaltensforschung, der Pferdeausbildung, der Landwirtschaft im Naturschutz mit ständiger aufmerksamer Beobachtung zurück. Wir können hierbei allerdings nicht auf Fragen jede Kleinigkeit betreffend eingehen und setzen ein gewisses Vertrauen unserem Konzept gegenüber voraus.
Wir sind nicht perfekt und wenn sich jemand für uns entscheidet, wird er auch gewisse Nachteile - die in jeder Situation existieren - in Kauf nehmen und bewusst abwägen müssen was das Entscheidende ist. Besonders eine zu starke Vermenschlichung der Tiere dient einem guten Konzept nicht.
Alle bislang Beteiligten bemühen sich um eine rücksichtsvolle und wohlwollende Haltung und genießen die relativ große Abwesenheit von Neid, Konkurrenz, Intrigen usw.
Stall
Es stehen für die Pensionspferdehaltung zwei Ställe zur Verfügung:
Der Innenstall mit 12 Paddockboxen sowie zukünftig 3 Außenboxen evtl. mit Mini-Paddock sowie Futter- und Sattelkammer an der Reithalle.
Der Einstaller hat kein Recht auf eine bestimmte Box. Die Gesamtsituation muss sinnvoll gestaltet werden, sodass sich alle wohl fühlen.
Es existieren Anbindemöglichkeiten auf den dafür vorgesehenen Plätze draußen sowie in der Stallgasse des Innenstalles und ein Abspritzplatz draußen.
Reitanlage
Die Reitanlage besteht aus der Reithalle mit dem Reiterstübchen und dem angrenzenden Reitplatz. Es werden diverse Geräte für Spring- und Stangentraining zur Verfügung gestellt.
Es findet regelmäßig Reitunterricht statt, auf den die Einstaller Rücksicht nehmen sollten. Daneben gibt es aber auch genügend Zeit ohne Unterricht.
Nichteinstaller können in begrenzter Zahl die Reitanlage gegen Gebühr mitbenutzen.
Koppeln und Winterausläufe
Im Sommer stehen große Koppeln zur Verfügung. Die Pferde können entweder nur tagsüber, nur nachts, rund um die Uhr oder stundenweise auf den Weiden sein. Im Winter halten die Pferde sich mindestens halbtags auf befestigten Ausläufen auf.
Koppeln und Paddocks werden mindestens dreifach mit Elektroband eingezäunt.
Futtermittel und Einstreu
Den Pferden werden Heu (auch nass), Gras, Getreide und Stroh bzw. Strohhäcksel zur Verfügung gestellt. Andere Zusatzfuttermittel oder Leinenstroh muss der Einstaller selbst besorgen. Holzspäne können nicht eingestreut werden, da die Mistentsorgung sonst erheblich teurer wird. Die Futterration wird individuell abgestimmt.
Dienstleistungen
Die Pferde in den Ställen bekommen zweimal täglich Kraftfutter und bis zu dreimal Raufutter.
Die Boxen werden einmal täglich entmistet.
Das rein und raus Bringen der Pferde gehört zu den erbrachten Dienstleistungen ohne Aufpreis. Die Gruppeneinteilung wird sinnvoller Weise flexibel gehandhabt.
Die Hasenmühle liegt im Hochtaunuskreis zwischen Schloßborn und Idstein/Heftrich
Wegbeschreibung:
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